Verfasst von: kopfgefickt | 30. Januar 2010

ist das normal?

ist es normal, einfach so, ohne ersichtlichen grund einen heulkrampf zu bekommen? seit 15 minuten kann ich mich nicht mehr beruhigen, das wasser läuft wie aus schleusen, die nach der regenzeit geöffnet worden sind.

gut, es gäbe gründe genug, objektiv gesehen. aber so rein subjektiv haben die mich in den letzten tagen ja auch nicht zusammenbrechen lassen. und jetzt sitze ich hier und schluchze und heule, als gäbs kein morgen.

ja, die finanzen drücken mal wieder, ja, das herz tut noch weh, ja ich bin unzufrieden mit mir selbst, weil ich nicht in die pötte komme. und ich bin so unglaublich müde. nicht lebensmüde, nein, ich hätte nur einfach gern mal etwas ruhe. etwas frieden. ich wünschte mir, dass mal irgendwas einfach so gut geht, ohne dass ich dafür wieder einen nackenschlag oder einen knüppel zwischen die beine bekomme.

nach acht jahren verliebe ich mich, vermeintlich glücklich, um dann festzustellen, dass der mann kaputter ist im kopf als ich. endlich hab ich einen wirklich guten auftrag an land gezogen und habe keine ahnung, was ich dem als preis anbieten soll. mein säumiger kunde riskiert jetzt für nicht mal 200 euro ein mahnverfahren. im märz wird meine kasse klingeln, aber alles, was ich jetzt an geld bekomme, ist schon verplant und damit ist noch immer nicht alles bezahlt. krankenkasse, steuern, telefon, strom, nächste krankenkasse, nächste steuer, nächster strom…und von irgendwas leben muss ich ja auch.

also wieder um geld bitten. schulden machen. damit dann das, was im märz kommt, wieder direkt verplant ist. und das schlimmste ist: ich bin selbst schuld, weil ich so ausgebrannt bin. weil ich nicht arbeiten kann – mal wieder – und weil ich auch die nase voll habe. mein leben rennt momentan und überholt micht im galopp. und ich stehe keuchend daneben und kann nur noch akzeptieren, was passiert, ausbügeln, was ich in der hand habe.

ich habe tolle menschen um mich rum, aber nicht in diesem moment bei mir. keiner ist da, um mich zu halten und zu trösten, mir die taschentücher zu reichen. sie sind lieb zu mir, ohne frage, und ich weiß es wirklich zu schätzen, aber gerade jetzt würde ich gern bei jemandem im arm liegen, mich an einer echten schulter ausheulen. und ich blöde kuh, aber ja, an seiner schulter. gerade jetzt fehlt er mir so unglaublich. gerade jetzt fällt es mir so unglaublich schwer, sein “meine gefühle reichen nicht aus” zu akzeptieren, weil ich eben weiß, dass es seine angst ist, die ihm das einredet. weil es ein teufelskreis ist, den ich zu gut kenne.

menno…


Antworten

  1. [...] heulattacke neulich hat mir auch gezeigt, wie viel sich in mir verändert hat. ich kann mich selbst besser [...]


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