…ist alles, was ich denken kann, wenn ich mich hinlege. so ein bisschen wie in stadt der engel, als nicolas cage als engel in der nacht zu meg ryan kommt und sie hält und sie endlich schlafen kann. ich schlafe ein und wohl auch durch, zumindest wache ich nicht bewusst auf, aber ich bin morgens genauso müde wie abends, wenn ich ins bett gehe. ich bin wie erschlagen, schon bevor ich irgendetwas gemacht habe.
und nach diesem erlebnis mit ihm, als ich nachts nicht einschlafen konnte und er mich unbewusst fest in den arm nahm und ich auf einmal schlief wie ein baby, denke ich bei jedem hinlegen: halt mich. dabei ist es nicht einmal er, den ich mir vorstelle. der, der mich hält, hat kein gesicht und m. ist mir auf einmal so fern, als wären wir uns vor jahren begegnet. es ist so unwirklich, was da zwischen uns war und doch scheint es meine nächte zu bestimmen. meinen schlaf. meine träume.
vielleicht ist es aber auch nur mein überbordender wunsch nach halt, der mir da ein schnippchen schlägt. dieses gefühl, wieder einmal allein gegen das leben ankämpfen zu müssen, mich durchschlagen zu müssen. wenn du dir nicht selbst hilfst, tut es keiner, so ist es nun einmal. um hilfe bitten ist das eine, aber auch mit hilfe steht man letztlich allein vor seinem persönlichen berg. muss sein leben allein regeln. und da wünsche ich mir meinen fels in der brandung, jemanden, an den ich mich anlehnen kann und der mich festhält. einfach nur hält. ohne worte, einfach nur halten. arme, die mir sagen, dass ich nicht allein bin, das nicht allein machen muss, ein sanfter kuss auf mein haar, der mir sagt, “ich bin da, wenn du mich brauchst”. einfach etwas verlässliches, was nicht familie, freund oder haustier ist. sondern ein hafen, in dem ich endlich ankommen kann. wenigstens für eine weile.
bis der allerdings in sicht kommt, werde ich weiter ziellos auf diesem ozean des lebens umherstreifen, ab und zu mit anderen schiffen kontakt aufnehmen und mit ihnen handel und tausch betreiben und ausschau halten nach einem landstrich am horizont.